ZURÜCK ZU DEN LEISTUNGENLAPAROSKOPISCHE CHIRURGIE DES OBEREN VERDAUUNGSTRAKTS

HIATUSHERNIE UND REFLUX

Anatomische Hiatusrekonstruktion und individueller Refluxschutz unter sorgfältigem Erhalt der Schluckfunktion.

LAPAROSKOPISCHKRURORAPHIENISSEN / TOUPET
EINGRIFFE ANSEHEN
ELIXIS · ADVANCED CARE

Anatomie wiederherstellen und Reflux kontrollieren, ohne die Funktion zu beeinträchtigen

Endoskopie, Bildgebung und bei Bedarf Manometrie sowie 24-Stunden-pH-Messung mit oder ohne Impedanz helfen bei der Behandlungswahl.

SYMPTOME

Beschwerden, die untersucht werden sollten

Bei einer Hiatushernie verlagert sich ein Teil des Magens in den Brustkorb; Beschwerden können fehlen. Gastroösophagealer Reflux ist eine eigenständige, oft gleichzeitig bestehende Erkrankung und verursacht viele typische Beschwerden.

01

SODBRENNEN

Brennen hinter dem Brustbein, oft nach dem Essen oder im Liegen.

02

REGURGITATION

Rückfluss von Nahrung oder saurer, bitterer Flüssigkeit zum Mund.

03

SCHLUCKBESCHWERDEN

Gefühl steckenbleibender Nahrung oder Schmerzen beim Schlucken.

04

BESCHWERDEN IM BRUSTKORB

Druck oder Schmerzen hinter dem Brustbein oder im Oberbauch müssen angemessen abgeklärt werden.

05

FRÜHES SÄTTIGUNGSGEFÜHL

Blähungen, Aufstoßen, Übelkeit oder Völlegefühl nach einer kleinen Mahlzeit.

06

HUSTEN ODER HEISERKEIT

Chronischer Husten, Heiserkeit oder Halsreizung, besonders nachts.

Symptome allein beweisen weder Hiatushernie noch Reflux. Je nach Fall sind Endoskopie, Bildgebung, pH-Messung oder Manometrie erforderlich.

EINGRIFFE

Eingriffe bei Hiatushernie

Hiatusverschluss und Antirefluxeingriff werden als gemeinsame funktionelle Rekonstruktion geplant.

VERSORGUNG DER GLEITHERNIE

Rückverlagerung des gastroösophagealen Übergangs unter das Zwerchfell und Hiatusrekonstruktion.

WANN ES ERWOGEN WIRD
Objektiv bestätigter Reflux mit anhaltenden belastenden Beschwerden trotz angemessener Therapie oder mit Komplikationen sowie ausgewählte große Hiatushernien.
WAS DER EINGRIFF UMFASST
Mobilisation der Speiseröhre, Reposition, Naht der Zwerchfellschenkel und ausgewähltes Antirefluxverfahren.
ANATOMISCHE WIEDERHERSTELLUNG

PARAÖSOPHAGEALE HERNIENOPERATION

Rückverlagerung des Magens und weiterer in den Brustkorb verlagerter Organe.

WANN ES ERWOGEN WIRD
Große symptomatische paraösophageale Hernie, Obstruktion, Anämie oder Verdacht auf Volvulus. Wirklich beschwerdefreie Typ-II–IV-Hernien können nach gemeinsamer Entscheidung beobachtet werden.
WAS DER EINGRIFF UMFASST
Bruchsackpräparation, Wiederherstellung des intraabdominalen Speiseröhrenanteils und Hiatusverschluss; Gastropexie oder Antirefluxeingriff nur bei Indikation.
KOMPLEXE ANATOMIE

HINTERE KRURORAPHIE

Die Zwerchfellschenkel werden ohne übermäßige Spannung um die Speiseröhre angenähert.

WANN ES ERWOGEN WIRD
Erweiterter Hiatus bei der operativen Versorgung.
WAS DER EINGRIFF UMFASST
Angepasster hinterer Nahtverschluss; eine Netzverstärkung erfolgt selektiv, nicht routinemäßig.
HIATUSVERSCHLUSS

NISSEN-FUNDOPLIKATIO

Eine 360°-Manschette um die untere Speiseröhre verstärkt die Antirefluxbarriere.

WANN ES ERWOGEN WIRD
Ausgewählte Refluxerkrankungen bei geeigneter Speiseröhrenmotilität.
WAS DER EINGRIFF UMFASST
Kurze, spannungsfreie Manschette nach vollständiger anatomischer Rekonstruktion.
VOLLSTÄNDIGE MANSCHETTE

TOUPET-FUNDOPLIKATIO

Eine hintere 270°-Teilmanschette verbindet Refluxkontrolle mit Erhalt der Schluckfunktion.

WANN ES ERWOGEN WIRD
Ausgewählte Patienten, bei denen die Funktionsdiagnostik für eine Teilmanschette spricht.
WAS DER EINGRIFF UMFASST
Der Magenfundus wird hinter und seitlich an der Speiseröhre befestigt, ohne sie vollständig zu umschließen.
TEILMANSCHETTE

KOMPLEXE ODER ERNEUTE HIATUSOPERATION

Spezialisierte Rekonstruktion bei ausgeprägtem Rezidiv oder Versagen eines früheren Eingriffs.

WANN ES ERWOGEN WIRD
Rezidiv, Manschettenverlagerung, Schluckstörungen oder komplexe Anatomie nach Voroperationen.
WAS DER EINGRIFF UMFASST
Adhäsiolyse, sorgfältige Darstellung der veränderten Anatomie und angepasste Rekonstruktion, gegebenenfalls mit Gastropexie oder Verstärkung.
REKONSTRUKTION

Schematische anatomische Illustration zur allgemeinen Information — kein Patientenfoto und keine genaue Darstellung eines Eingriffs.

PLANUNG & SICHERHEIT

Funktionsdiagnostik vor der Operationsentscheidung

Der alleinige Nachweis einer Hiatushernie ist keine Operationsindikation. Beschwerden müssen mit Anatomie und Funktion übereinstimmen; Netz oder Gastropexie werden selektiv erwogen.

01

ENDOSKOPIE

Beurteilung von Ösophagitis, Magen und Anatomie.

02

FUNKTION

Manometrie und 24-Stunden-pH-Messung ± Impedanz, wenn dies die Behandlung beeinflusst.

03

SPANNUNGSFREI

Ausreichende intraabdominale Speiseröhrenlänge und angepasster Verschluss.

04

SCHLUCKEN

Die Manschette wird entsprechend der Funktion gewählt.

FRAGEN

HÄUFIGE FRAGEN

Kurze Antworten vor der individuellen chirurgischen Beurteilung.

01Ist ein minimalinvasiver Eingriff immer möglich?

Nein. Er wird gewählt, wenn er sicher ist und einen wesentlichen Nutzen bietet. Anatomie, Voroperationen und Komplexität können einen anderen Zugang oder eine Konversion erfordern.

02Wie lange dauert die Erholung?

Die Erholung hängt von Eingriff, Krankheitsschwere und Allgemeinzustand ab. Der individuelle Plan umfasst Mobilisation, Ernährung, Arbeit und Sport.

03Kann ich Refluxmedikamente sofort absetzen?

Nicht unbedingt. Medikamente und Ernährung werden nach der Operation individuell angepasst und bei der Nachsorge überprüft.

KLINISCHE EVIDENZ

KLINISCHE EVIDENZ

Die endgültige Wahl richtet sich nach Befund, Anatomie und aktuellen Leitlinien.

Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Untersuchung. Nutzen, Risiken und Alternativen werden individuell besprochen.

INDIVIDUELLE CHIRURGISCHE BEURTEILUNG

Der richtige Eingriff beginnt mit der richtigen Indikation.

Beschwerden, Untersuchungen und Alternativen werden gemeinsam geprüft.

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